Erfahrungsbericht von Eltern über die CI-Operation

Portrait von Familie Mauro

Ivan, hochgradig schwerhörigivan

Name der Eltern:   Alessandro und Patrizia Mauro (beide hörend)
Geschwister:         Leandro, hochgradig schwerhörig

Vom negativen Hörscreening zur Diagnose.

Am 8. Oktober 2006 wurde unser erster Sohn Ivan in Olten geboren. Das Glücksgefühl nach der Geburt war unbeschreiblich und wir konnten es kaum fassen, dass wir endlich unseren kleinen Sonnenschein in den Armen halten durften. Während des Spitalaufenthaltes wurden diverse Tests durchgeführt, u.a. ein Hörscreening. Wir hatten uns vorher wenig darüber informiert und waren etwas getrübt, als uns die Krankenschwester mitteilte, Ivan hätte das Screening nicht bestanden.

Der Kinderarzt beruhigte uns indem er uns erklärte, dass viele Säuglinge den Test nicht bestehen, weil sie noch Fruchtwasser in den Ohren hätten. Als wir das Spital verliessen, erhielten wir einen Termin im HNO-Ambulatorium Olten, wo drei Monate später das Hörscreening wiederholt werden sollte. Zu Hause lief alles sehr gut und Ivan entwickelte sich prächtig. Wir hatten das Gefühl, er reagiere auf unsere Stimmen und wir hätten zu diesem Zeitpunkt nie eine Auffälligkeit bemerkt, wenn nicht dieses Hörscreening gewesen wäre. Im Januar 07 wurde das Screening in Olten wiederholt. Es war ein schwieriger Termin, da das Ambulatorium unserer Meinung nach nicht auf Babies eingestellt ist. So hatte die Krankenschwester grosse Mühe das Screening durchzuführen und wegen des unklaren Ergebnisses wollten die Ärzte keine klare Aussage machen, ob nun Ivan hörte oder nicht. So beschlossen wir, Ivan im Kinderspital Aarau anzumelden, wo wir dann erst im März 07 einen Termin erhielten.

Wir hatten mehr und mehr das Gefühl, dass mit Ivan’s Hörvermögen etwas nicht in Ordnung war.

In der Zwischenzeit wurden unsere Beobachtungen schärfer und wir hatten mehr und mehr das Gefühl, dass mit Ivan’s Hörvermögen etwas nicht in Ordnung war. Es wunderte uns zum Beispiel, dass er nie aufschreckte, auch wenn etwas zu Boden viel oder sonst ein lautes Geräusch ertönte. Endlich war es soweit und wir konnten Ivan nach Aarau bringen, wo wir liebevoll betreut wurden und das Hörscreening problemlos wiederholen konnten. Das Ergebnis war leider eindeutig, Ivan hatte das Screening nicht bestanden. Nach unseren Beobachtungen und den Testergebnissen riet uns Frau Dr. Pia Schmid, eine Hörprüfung durchführen zu lassen. Wir stimmten zu und im April 07 wurde diese durchgeführt. Dazu musste Ivan mit Dormicum in einen tiefen Schlaf versetzt werden, was für uns kein schönes Gefühl war. Nach ein paar Stunden wachte er auf und wir durften wieder nach Hause gehen. Ein paar Tage später teilte uns Frau Dr. Schmid die Diagnose mit: Ivan ist auf beiden Seiten hochgradig hörbehindert.

Ivan ist auf beiden Seiten hochgradig hörbehindert.

Das hatten wir nicht erwartet… Wir hatten uns schon mit dem Gedanken angefreundet, dass Ivan wohl nicht zu 100% gut hört, aber die Diagnose übertraf das alles. Die Entscheidung für ein Cochlea Implantat so schwer es auch war, uns auf diese neue Situation einzustellen, wollten wir keine Zeit verlieren und haben gleich einen Termin im Landenhof erhalten. In der Zwischenzeit informierten wir uns in allen möglichen Medien und lasen immer wieder, wie wichtig der Zeitfaktor für eine gute Sprachentwicklung sei. Auf unser Verlangen wurden gleich bei der ersten Besprechung im Landenhof Abdrücke von Ivan’s Ohren gemacht, so dass er am 8. Mai 07 schon seine ersten Hörgeräte erhielt. Glücklicherweise akzeptierte er diese auf Anhieb.

Nun fing eine intensive Zeit für uns an.

Einmal pro Woche gingen wir zur Hörgeräte-Einstellung in